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Ist Karate gefährlich und brutal?
Nein. Der Respekt und die Achtung vor der Gesundheit des Trainingspartners ist die höchste sportliche Regel beim Karate. Verletzungen sind daher im Karate sehr selten - von gelegentlichen blauen Flecken mal abgesehen. Gerade weil wir uns der Gefährlichkeit der Karate-Techniken bewusst sind, gehen wir sehr sorgfältig damit um. Beim Partnerkampf werden außerdem Faust- und Körperschutz getragen. Der freie Partner-Wettkampf (jap. Kumite) wird auch erst dann geübt, wenn der Karate Übende (jap. Karateka) durch das Erlernen des Kumite die dafür notwendige Reife und Erfahrung erworben hat. Oberstes Prinzip des Shotokan-Karate, wie es bei uns im BGV gelehrt wird, ist immer die Kontrolliertheit aller Techiken zum Körper des Gegners. Gefährliche Treffer sind damit so weit es geht ausgeschlossen. Dennoch gilt: Karate ist Kampfsport, eine bestimmte Härte ist also auch beabsichtigt. Die Entwicklung von Kampfgeist, Entschlossenheit im Angriff, Unerschrockenheit in der Verteidigung und beim Gegenangriff, körperliche Stärke im Aushalten von Treffer - auch dies sind zentrale Elemente des Karate, deren Einübung von Beginn an das Ziel jedes Karateka sein soll.
Kann ich auch als Anfänger zum BGV kommen? Ja. Anfänger und Wiedereinsteiger sind bei uns jederzeit herzlich willkommen. Am besten geeignet ist dafür unser Tr
aining am Montag.
Ist Karate auch etwas für Kinder? Ja. Unsere jüngsten Mitglieder waren gerade mal sechs, als sie mit dem Karate angefangen haben. Kinder und Jugendliche lernen im Karate genau das gleiche wie die Erwachsenen. Die Prüfungsordnung des Deutschen Karate Verbandes (DKV) zum Erwerb der Gürtel-Grade macht hier keinen Unterschied. Aber wir passen im Kindertraining natürlich sehr darauf auf, dass den jungen Karatekas nicht zuviel zugemutet wird. Im Vordergrund stehen das spielerische und spaßvolle Erlernen der Grundtechniken. Die schon etwas Größeren fangen dann auch schon mit dem Partnerkampf an. Die Eltern unserer Jüngsten können auch gerne während des Trainings in der Halle zusehen und - falls es doch einmal eine kleine Blessur gibt - zum raschen Trösten da sein.
Kann man für Karate zu alt sein? Nein. Karate hält uns nicht nur jung, man kann es auch noch machen (und auch erst damit anfangen!), wenn man schon zu den Senioren zählt.
Wie oft sollte man Karate trainieren?
Empfehlenswert sind mindestens zwei Trainingseinheiten pro Woche. Wer weiterkommen und Fortschritte machen will, sollte sich zum Ziel setzen, regelmäßig dreimal in der Woche ins Training zu gehen. Fortgeschrittene Karateka können bei uns im BGV vier Trainingseinheiten pro Woche besuchen.
Lernt man im Karate auch Selbstverteidigung? Ja. Man kann viele Techniken des Karate auch zur Selbstverteidigung außerhalb des Sports einsetzen. Im BGV trainieren wir immer wieder auch mal spezielle Selbstverteidigungstechniken und üben das richtige Verhalten in solchen Situationen. Dazu gehört auch ein Grundwissen darüber, welche rechtlichen Grundsätze auch bei der Selbstverteidigung zu beachten sind und wie man eine brenzlige Situation auch ganz ohne körperliche Gewalt entschärfen kann.
Was sind Kyu- und was sind Dan-Grade? Im Karate unterscheiden wir nach Schüler-Graden (Kyu) und Meister-Graden (Dan). Diesen Stufen sind bestimmte Farben des Gurtes zugeordnet. Das Erlernen des Karates beginnt mit dem 9. Kyu (weißer Gurt)...

9.Kyu - 8.Kyu - 7.Kyu - 6.Kyu - 5.Kyu - 4.Kyu - 3.Kyu - 2.Kyu - 1.Kyu - 1.Dan -
Zum Erwerb dieser Kyu-Grade muss der Karateka bei einem lizensierten Prüfer (das ist meistens der eigene Trainer oder die Trainerin) jeweils eine Prüfung absolvieren, deren Anforderungen in der Prüfungsordnung unseres Verbandes (des Deutschen Karate Verbandes (DKV)) festgelegt sind. Natürlich werden die Anforderungen an das Können des Karatekas von Prüfung zu Prüfung höher. Der Erwerb des 1. Kyus bildet schließlich den Abschluss der Schüler-Grade. Danach bereitet sich der Karateka auf die Prüfung zum 1. Dan vor. Damit wird er selbst zu einem Meister, der dann den schwarzen Gurt trägt. Nach dem 1. Dan kann der Karateka weitere Dan-Grade erreichen. Sehr hohe Karate-Meister haben es bis zum 8. Dan geschafft. Die Farbe des Gurtes ändert sich bei den Dan-Graden nicht mehr - sie bleibt schwarz. Oder genauer gesagt: Durch das viele Tragen des Gurtes verliert dieser nach und nach wieder seine schwarze Farbe und wird wieder fast weiß. Dies symbolisiert, dass auch der höchste Meister in seinem Leben immer auch ein Schüler bleibt und nie aufhört, an der Verbesserung seines Karates und seines Selbst zu arbeiten.Woher stammt eigentlich Shotokan-Karate? Ursprünglich entstammte das Karate, die Kunst der leeren - also waffenlosen Hand - von Okinawa, einer südlich von Japan gelegenen Inselgruppe im Pazifik. Dort vereinigten sich im 14. Jahrhundert chinesische und okinawanische Kampfkünste zu einer Kampfkunst, aus der sich später Karate entwickelte. Karate wurde und wird auf Okinawa in einer Vielzahl verschiedener Stilrichtungen ausgeübt, den sog. Ryus. Einige dieser Stilrichtungen kamen Anfang des 20. Jahrhunderts nach Japan, wo sich schließlich in den 30er und 40er-Jahren das moderne Wettkampf- und Sportkarate entwickelte. Der Begründer dieses Karates, der Japaner Funakoshi Gichin, nannte den von ihm entwickelten Karate-Stil Shotokan. Shotokan ist die heute in Deutschland am meisten verbreitete Stilrichtung des Karate ist und wird auch im BGV trainiert.
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